Aufruf des Rubyinterpreters
Betrachten wir den Aufruf an der Kommandozeile, mit dem wir unser erstes Rubyprogramm aus Lektion 1 ausgeführt haben.
C:\entwicklung>ruby -Ku lektion1.rb
Der Aufruf von Ruby setzt sich hier aus drei Bestandteilen zusammen. Der erste Teil ruby ist der Aufruf des Programms, das unseren Rubycode ausführen soll - der Rubyinterpreter, den wir in den Vorbereitungen gemeinsam installiert haben. Der letzte Teil ist unser Rubyprogramm selbst. Dazwischen schreiben wir aber noch eine merkwürdige Sache, die ich hier etwas erklären muss.
Beim Aufruf des Rubyinterpreters kann man ihm noch bestimmte Informationen mitgeben, die seine Arbeit beeinflussen. Diese Information nennen wir Parameter. Ein Parameter besteht immer aus einem Namen und einem Wert.
Damit der Rubyinterpreter einen Parameter auch erkennt, müssen wir vor dem Parameter einen kleinen Bindestrich "-" schreiben. Danach kommt der Name des Parameters. Direkt auf den Namen folgt dann der Wert, den wir dem Parameter geben wollen. Hinter dem Parameterwert muss dann mindestens ein Leerzeichen kommen, falls wir noch mehr Parameter anhängen möchten. Es gibt auch Parameter mit einen leeren Wert.
Wir kennen schon den Parameter K. Wir geben ihm immer den Wert u. Das bedeutet für den Rubyinterpreter, er soll nicht über unsere deutschen Umlaute ä, ö, ü und das ß stolpern, die wir in unserem Programm verwenden. Die kennt Ruby nämlich normalerweise nicht. Im Allgemeinen hat Ruby etwas Schwierigkeiten, mit einem anderen Alphabet als dem Englischen zurechtzukommen, was ich eigentlich ziemlich komisch finde, da Ruby doch von einem Japaner entwickelt wurde.
Das K leitet sich von KANJI ab, der Name für die in Japan verwendeten Schriftzeichen. Der Wert u steht für die Zeichenkodierung Unicode.
